Systematisiertes Planen durch Konfiguration

29.07.2019

Bei Max Bögl verändert die Digitalisierung keineswegs nur die Fertigungsprozesse. Ebenso positiv beeinflusst werden davon die Planungsprozesse. Bei maxmodul befasst man sich daher mit der Frage, welche Herausforderungen und welche Veränderungen das modulare Bauen und Planen für die Architektur mit sich bringen wird.

Systematisiertes Planen durch Konfiguration

 

Um die Komplexität der Bauaufgabe zu lösen, braucht es Architekten und interdisziplinäre Teams als Vordenker, um Komplexität beherrschbar zu machen und die Kosten niedrig zu halten. Innovative Werkzeuge wie Lean Management oder CAD-basierte Bauteilstücklisten (E-BOM) führen zwangsläufig zur Forderung nach dem „Digitalen Zwilling“ in der architektonischen Planung.

Bei maxmodul findet derzeit ein Paradigmenwechsel infolge digitaler Planungsprozesse im Bauen von seriellen Gebäuden statt. Der Ansatz, mittels Baukastenprinzip die Bauaufgabe zunächst virtuell am Computermodell zu planen und Prozesse zu simulieren, beschleunigt die Planungs- und Freigabeprozesse, reduziert die Baukosten und Bauzeiten und erhöht zugleich die Qualität. Diese baukastenbasierte Planung eröffnet bereits im Entwicklungsstadium ungeahnte Perspektiven zur Optimierung und Effizienzsteigerung. Noch ist es nicht so weit. Aber hochentwickelte Produktions- und Logistikprozesse wecken schon heute Erwartungen an die Funktionalität der Architektur und an die Professionalisierung integraler Planungsprozesse.

 

maxmodul – ein System, unzählige Möglichkeiten

Um die Vorteile der modularen Bauweise effektiv nutzen zu können, sieht man bei Max Bögl eine durchgängige Prozesskette mit einem 3D-Modell vor, in der zugleich die substanziellen Fragen zu Kontext, Konzept, Typologie, Struktur, Statik, Konstruktion, Materialität, funktionaler Flexibilität und damit wirtschaftlicher Relevanz ganz zu Beginn und mit großer Weitsichtigkeit geklärt werden. Insbesondere das Planen nach Baukastenprinzip spart Zeit und vermeidet Fehler. Dabei ist die Konfiguration mittels interaktivem Planungskatalog denkbar einfach: Raummodule für Wohnungen und Bäder inklusive aller wesentlichen Ausstattungen sowie die Gebäudeerschließung sind katalogartig aufbereitet und typisiert.

Die Bandbreite der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten an Gebäude-, Erschließungs- und Wohnungstypologien reicht von der herkömmlichen Bauweise bis hin zu barrierefreien und rollstuhlgerechten Varianten. Von allen urbanen und suburbanen Wohntypologien bis hin zu Infrastrukturprojekten wie Kindergärten und Schulen, Hotels, Boarding Houses oder Verwaltungsgebäuden. Modulbau und serielles Bauen bedeuten nicht, dass am Ende alles gleich aussieht, denn Planen nach Baukastenprinzip ist nicht gleichzusetzen mit Industriearchitektur 08/15. Im Gegenteil: Trotz des Einsatzes standardisierter Bauteile lassen sich Produkte gestalten, bei denen der Kunde vieles individuell gestalten kann – bis hin zu einer Vielzahl an Fassadenvarianten und Gestaltungsmöglichkeiten wie Fenstern, Balkonen und Dachterrassen.

 


Die Planung mittels digitalem Baukasten spart Zeit und vermeidet Fehler.

 

Serielles Bauen heißt serielles Planen

Der digitale Prozesswandel, das parametrische Entwerfen und der Einsatz verschiedener CAD- und ERP-Systeme führen dabei zu grundlegenden Veränderungen im Bauprozess und insbesondere in der Planung. Diese systematisierte Planung ermöglicht es, Varianten rasch zu entwickeln, Daten zu ermitteln und zu visualisieren, sodass Entscheidungsprozesse erheblich verkürzt und transparenter werden. Die Durchgängigkeit der Prozesskette und die koordinierte Bündelung aller Bauwerksinformationen in einer Datenbank reduzieren zudem den Aufwand für die Planung auf ein Minimum. Änderungen müssen nur noch am digitalen Baukasten vorgenommen werden, wenn diese von allen Beteiligten des Projektes für systemtauglich freigegeben sind.

Diese immer stärker werdende Verflechtung von Produktion, Logistik, Wissen, Forschung, Entwicklung und Dienstleistung bildet Teile einer neuen Einheit, die noch mehr Effizienz und Inspiration verspricht. Neben der digitalen Vernetzung spielt daher die persönliche Vernetzung der Akteure bei maxmodul eine wesentliche Rolle. Auch räumlich wurde daher in diesem Jahr „zusammengeführt, was zusammengehört“. So stehen Einkauf, Produktmanagement, Architektur und Engineering eng zusammen, was ein neues Miteinander und Innovation verspricht und somit die Begegnung der Menschen wieder mit einschließt.

Aus einer systematisierten digitalen Planung heraus lassen sich heute individuelle und optisch ansprechende Gebäude in serieller Bauweise konfigurieren. Die Vorteile sprechen für sich: Verbesserung der Qualität, Vermeidung von Fehlern, Planungssicherheit, Kostenkontrolle und Kostensicherheit sowie effektivere, schlankere Planungsstrukturen. Ziel muss es sein, eine nahezu verlustfreie Wissensübertragung mit maximalem Informationsaustausch zwischen Planern und Auszuführenden zu garantieren. Mit ihrem digitalen Baukasten konnte die Firmengruppe Max Bögl bei verschiedenen Projekten das kreative Potenzial der seriellen Bauweise mit maxmodul bereits unter Beweis stellen. „Planen durch Konfiguration ist das Leitmotiv für die Zukunft“, so Rudolf Krehan, Produktmanager maxmodul. Das Feedback der einzelnen Fachabteilungen, von der Kalkulation über die Fertigung bis zur Montage auf der Baustelle, bestätigt diesen Anspruch.

Aktuelles zur Firmengruppe Max Bögl

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